Allgemeine Geschäftsbedingungen von Luft-Aufnahmen-Deuschland

 

1. Verwender und Anwendungsbereich

L-A-D, Luft-Aufnahmen-Deutschland, Uwe Jansen, Ludwig-Richter-Strasse 22, 46539 Dinslaken, im folgenden Text ‚ L-A-D ‚ genannt, sind Verwender dieser AGB. Diese AGB finden Anwendung auf alle Tätigkeiten, die den Herstellungsprozess einer Film- und/oder Fotoproduktion und seiner in Art und Gestaltung verwandten Film- und/oder Fotoproduktionen betreffen. Bedingungen des Auftraggebers haben nur dann Geltung, wenn sie ausdrücklich schriftlich vereinbart worden sind.

 

2. Auftragserteilung und Bestätigung

Die Auftragserteilung soll schriftlich erfolgen. Bei mündlicher Auftragserteilung gehen Übermittlungsfehler zu Lasten des Kunden. Unsere Angebote sind freibleibend. Liegt eine schriftliche Auftragsbestätigung vor, ergibt sich aus dieser der Auftragsinhalt und -umfang. L-A-D behält sich die Annahme eines Auftrages ausdrücklich vor.

 

3. Kosten, Wetterrisiko und drehvorbereitende Maßnahmen

Unsere Preisangaben sind in Euro exklusiv der gesetzlichen MwSt. Die kalkulierte Arbeitszeit pro Drehtag beträgt max. 6 Stunden. Im vertraglich vereinbarten Preis sind alle Herstellungskosten, einschließlich einer Masterkopie im vorgesehenen Umfang enthalten. Wetterbedingte Verschiebungen bzw. Abbrüche der Film- und/oder Fotoproduktion (Wetterrisiko) sind in den kalkulierten Produktionskosten nicht enthalten. Die aus diesem Punkt anfallenden Zusatzkosten werden nach Beleg dieser Kosten in Rechnung gestellt. Das gleiche gilt für zusätzlich erforderliche Drehtage, die nicht auf grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten von L-A-D zurückzuführen sind. Für die Erstellung eines Konzeptes (z.B. über Expose, Storyboard, Drehbuch) kann ein gesonderter Vertrag abgeschlossen werden. Der in diesem Vertrag vereinbarte Preis ist vom Auftraggeber auch dann zu entrichten, wenn er das Konzept nicht film- oder fototechnisch verwirken lässt, bzw. vom Auftrag zurücktritt. Verlangt der Auftraggeber ausdrücklich den Abschluss einer bestimmten Versicherung, so hat er dies L-A-D spätestens bei Auftragserteilung mitzuteilen und die Kosten hierfür zu tragen. Die Drohnen von L-A-D sind gegenüber verursachten Schäden mit einer Deckungssumme von mindestens 2 Millionen Euro abgesichert. Wird ein Nachdreh erforderlich, ohne dass dieser durch grob fahrlässiges Verhalten oder Verschulden von L-A-D verursacht wurde, z.B, durch einen Geräte- oder Materialschaden, kann der Auftraggeber keinen Ersatz von anfallenden Reisekosten und/oder Verdienstausfall geltend machen.

 

4. Zusammenarbeit

Grundlage der Zusammenarbeit sind das Angebot und die Konzeption. Dieses regelt individuelle Strukturen sowie die Kernpunkte künstlerischer Ausrichtung der zu erbringenden Leistung und wird nach Zustimmung des Auftraggebers Vertragsbestandteil. Die Parteien arbeiten vertrauensvoll zusammen und unterrichten sich bei Abweichungen von dem vereinbarten Vorgehen unverzüglich gegenseitig. Erkennt der Auftraggeber, dass eigene Angaben fehlerhaft, unvollständig oder nicht eindeutig sind, hat er dies und die ihm erkennbaren Folgen L-A-D unverzüglich mitzuteilen.

 

5. Herstellung

Vor- bzw. Dreharbeiten beginnen frühestens nach Unterzeichnung des Werkvertrages. Wird ein Konzept bzw. bestehende Film/Fotowerke oder Film/Fotoszenen vom Auftraggeber oder seinem Bevollmächtigten zur Verfügung gestellt, sind die zur weiteren Bearbeitung erforderlichen Rechte an L-A-D zu übertragen. Die künstlerische und technische Gestaltung des Werkes obliegt L-A-D. Im Rahmen der Film/Fotoproduktion hat der Auftraggeber bzw. sein Bevollmächtigter vor der Endfertigung des Films oder der Fotoaufnahme die Abnahme der Sichtungskopie vorzunehmen. Die Sichtungskopie kann vor Ort bei L-A-D eingesehen werden. Nach einwandloser Abnahme der Sichtungskopie durch den Auftraggeber bzw. seinen Bevollmächtigten gilt die Umsetzung der Film/Fotoidee als gelungen. Will der Auftraggeber den vertraglich bestimmten Umfang der von

L-A-D zu erbringenden Leistungen ändern, so wird er diesen Änderungswunsch schriftlich gegenüber L-A-D äußern. Nach Prüfung des Änderungswunsches wird L-A-D dem Auftraggeber die Auswirkungen des Änderungswunsches auf die getroffenen Vereinbarungen darlegen. Der Auftraggeber hat die durch das Änderungsverlangen entstehenden Aufwände zu tragen. L-A-D ist verpflichtet und allein berechtigt, Änderungen vorzunehmen. Falls aus künstlerischen oder technischen Gründen gegenüber dem bereits genehmigten Konzept Änderungsvorschläge seitens

L-A-D eingebracht werden, die zu Mehrkosten gegenüber dem vereinbarten Herstellungspreis führen, bedürfen sie der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftraggebers bzw. seines Bevollmächtigten. Nicht ausdrücklich genehmigte Mehrkosten können nicht geltend gemacht werden. Dies gilt für Änderungswünsche des Auftraggebers entsprechend (siehe Punkt 13. Beanstandungen).

 

6. Mitwirkungspflichten des Auftraggebers

Der Auftraggeber unterstützt L-A-D bei der Erfüllung der vertraglich geschuldeten Leistungen. Dazu gehört insbesondere das rechtzeitige Zurverfügungstellen von Informationen und Datenmaterial, soweit die Mitwirkungsleistungen des Auftraggebers dies erfordern. Der Auftraggeber wird L-A-D hinsichtlich der von ihm zu erbringenden Leistungen eingehend instruieren. Der Auftraggeber stellt in der erforderlichen Zahl eigene Mitarbeiter zur Durchführung des Vertragsverhältnisses zur Verfügung. Sofern sich der Auftraggeber verpflichtet hat, L-A-D im Rahmen der Vertragsdurchführung (Bild-, Ton-, Text- o.a.) Materialien zu beschaffen, hat der Auftraggeber diese umgehend und in einem gängigen, verwertbaren digitalen Format zur Verfügung zu stellen. Ist eine aufwendige Konvertierung des vom Auftraggeber, überlassenen Materials in ein anderes Format erforderlich, so übernimmt der Auftraggeber die hierfür anfallenden Kosten. Der Auftraggeber stellt sicher, dass L-A-D die zur Nutzung dieser Materialien erforderlichen Rechte erhält. Mitwirkungshandlungen nimmt der Auftraggeber auf seine Kosten vor.

 

7. Beteiligung Dritter

Für Dritte, die auf Veranlassung des Auftraggebers für ihn im Tätigkeitsbereich von L-A-D tätig werden (z.B. als Beleuchter, technischer Assistent), hat der Auftraggeber wie für Erfüllungsgehilfen einzustehen. L-A-D hat es gegenüber dem Auftraggeber nicht zu vertreten, wenn L-A-D aufgrund des Verhaltens eines der vor bezeichneten Dritten seinen Verpflichtungen gegenüber dem Auftraggeber ganz oder teilweise nicht oder nicht rechtzeitig nachkommen kann. L-A-D behält sich das Recht vor, zur Ausführung des erteilten Auftrages Dritte hinzuzuziehen, wenn sich dies als notwendig erweisen sollte.

 

8. Vergütung und Zahlungen

Der Auftraggeber trägt gegen Nachweis Auslagen seitens L-A-D wie Reise- und Übernachtungskosten, Spesen und im Rahmen der Vertragsdurchführung anfallenden Entgeltforderungen Dritter, sofern nicht vertraglich hiervon abweichendes beschlossen wurde. Sofern vertraglich nicht anders vereinbart erfolgt die Zahlung seitens des Auftraggebers in zwei Raten. Die Rechnungsbeträge sind innerhalb von 5 Tagen nach Rechnungserhalt fällig. Bei Auftrags-produktionen gilt: 1/2 bei Auftragserteilung, 1/2 bei Lieferung des Masters.

 

9. Vertragsrücktritt durch den Auftraggeber

Wurde der Auftrag erteilt und tritt der Auftraggeber vor Beginn der Arbeiten ohne Verschulden seitens L-A-D zurück, sind 50% des vereinbarten Honorars dem Auftraggeber in Rechnung zu stellen. Tritt der Auftraggeber nach Drehbeginn zurück, werden dem Auftraggeber 80% des vereinbarte Honorars in Rechnung gestellt. Sollten die bereits getätigten Aufwendungen diese jeweilige Summen überschreiten, so sind diese zusätzlichen Aufwendungen ebenfalls zu erstatten. Dem Auftraggeber bleibt es unbenommen nachzuweisen, dass der durch die Kündigung entstandene Ausfall geringer ist.

 

10. Termine

Leistungsverzögerungen aufgrund höherer Gewalt (z. B. Streik, behördliche Anordnungen, allgemeine Störungen der Telekommunikation, Stau usw.) und Umständen im Verantwortungsbereich des Auftraggebers (z.B. nicht rechtzeitige Erbringung von Mitwirkungsleistungen, Verzögerungen durch dem Auftraggeber zuzurechnende Dritte etc.) hat L-A-D nicht zu vertreten und berechtigen

L-A-D, das Erbringen der betroffenen Leistungen um die Dauer der Behinderung zzgl. einer angemessenen Anlaufzeit hinauszuschieben. L-A-D wird dem Auftraggeber Leistungsverzögerungen aufgrund höherer Gewalt anzeigen. Verzögert sich der Produktionsablauf durch Umstände im Verantwortungsbereich des Auftraggebers um mehr als 2 Monate, so ist L-A-D berechtigt, von dem Vertrag zurückzutreten. Bis dahin angefallene Aufwände hat der Auftraggeber zu tragen.

 

11. Eigentumsvorbehalt

Die gelieferten Werke bleiben bis zur vollen Bezahlung der Vergütung Eigentum von L-A-D und L-A-D kann den Einsatz solcher Leistungen, mit deren Vergütungszahlung sich der Auftraggeber in Verzug befindet, für die Dauer des Verzuges widerrufen.

 

12. Schutzrechtsverletzungen

Der Auftraggeber wird L-A-D unverzüglich über die geltend gemachten Ansprüche Dritter informieren. Andernfalls erlischt der Freistellungsanspruch. Im Falle von Schutzrechtsverletzungen darf L-A-D – unbeschadet etwaiger Schadenersatzansprüche des Auftraggebers – nach eigener Wahl und auf eigene Kosten hinsichtlich der betroffenen Leistung nach vorheriger Absprache mit dem Auftraggeber Änderungen vornehmen, die unter Wahrung der Interessen des Auftraggebers gewährleisten, dass eine Schutzrechtsverletzung nicht mehr vorliegt oder für den Auftraggeber die erforderlichen Nutzungsrechte erwerben.

 

13. Beanstandungen

Beanstandungen müssen unverzüglich, spätestens jedoch in 14 Tagen nach Lieferung erfolgen. Spätere Reklamationen sind ausgeschlossen. Beanstandungen, die auf rein künstlerischen Gesichtspunkten im Rahmen der Konzeption beruhen, können lediglich einmalig geltend gemacht werden. L-A-D ist nicht verpflichtet, nach erfolgter Korrektur weitere rein künstlerische Änderungen vorzunehmen.

 

14. Rücktritt

Der Auftraggeber kann wegen einer nicht in einem Mangel der Kaufsache oder des Werks bestehenden Pflichtverletzung nur zurücktreten, wenn L-A-D diese Pflichtverletzung zu vertreten hat. Künstlerische Differenzen innerhalb der vereinbarten Konzeption stellen keinen Mangel dar.

 

15. Haftung

L-A-D haftet dem Auftraggeber lediglich für vorsätzliche oder grob fahrlässig verursachte Schäden im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ist ausgeschlossen. Bei Verlust bzw. Beschädigung des L-A-D zur Bearbeitung übergebenen Materials beschränkt sich die Haftung auf die Ersatzlieferung von Rohfilm bzw. Rohmaterial in der Länge der verloren gegangenen oder beschädigten Teilen. L-A-D ist nicht verpflichtet, allfällige Versicherungen abzuschließen. Für den Verlust von Daten und/oder Programmen haftet L-A-D insoweit nicht, als der Schaden darauf beruht, dass es der Auftraggeber unterlassen hat, Datensicherungen durchzuführen und dadurch sicherzustellen, dass verlorengegangene Daten mit vertretbarem Aufwand wiederhergestellt werden können. Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen von L-A-D.

 

16. Geheimhaltung, Presseerklärung

Die der anderen Vertragspartei übergebenen Unterlagen, mitgeteilten Kenntnisse und Erfahrungen dürfen ausschließlich für die Zwecke dieses Vertrages verwendet und Dritten nicht zugänglich gemacht werden. Dritte sind nicht die zur Durchführung des Vertragsverhältnisses hinzugezogenen Hilfspersonen wie freie Mitarbeiter, Subunternehmer etc. Darüber hinaus vereinbaren die Vertragsparteien, Vertraulichkeit über den Inhalt des Vertrages und über die bei dessen Abwicklung gewonnenen Erkenntnisse zu wahren. Die Geheimhaltungsverpflichtung gilt auch über die Beendigung des Vertragsverhältnisses hinaus. Presseerklärungen, Auskünfte etc., in denen eine Vertragspartei auf die andere Bezug nimmt, sind nur nach vorheriger Abstimmung – auch per Email – zulässig.

 

17. Urheberrechte, Verwertungsrechte

Der Auftraggeber darf sich beliebig viele Kopien des produzierten Films/Fotos für eigene Zwecke herstellen. Voraussetzung hierfür ist die Einhaltung des jeweils von L-A-D übergebenen Datenformats. Von dieser Rechtseinräumung ausgenommen sind die Rechte zur Bearbeitung, Änderung, Ergänzung, fremdsprachiger Synchronisation, der Verwendung von Ausschnitten in Bild und/oder Ton und der Formatumwandlung z.B. zur Verwendung im Internet, sofern sie nicht vertraglich ausdrücklich vereinbart und gesondert abgegolten werden. Bei einer Kopie DVD zu DVD muss ein Copyright-Vermerk von L-A-D sichtbar auf der DVD enthalten sein. Alle übertragenen Nutzungsrechte gehen erst mit vollständiger Bezahlung der vereinbarten Vergütung auf den Auftraggeber über. Mit der Ablieferung des Film/Fotomasters geht das Risiko für die Kopierunterlagen an den Auftraggeber über, auch wenn das Film/Fotowerk bei L-A-D oder bei einer von ihr beauftragten Kopieranstalt gelagert wird. L-A-D ist berechtigt, seinen Firmennamen und/oder sein Firmenzeichen als Copyrightvermerk zu zeigen. L-A-D darf sich Kopien des produzierten Films/Fotos für eigene Werbezwecke (z.B. auf der Webseite), anlässlich von Wettbewerben und Festivals herstellen und diese vorführen, jedoch erst, wenn der Film/Foto seitens des Auftraggebers abgenommen ist. Die Urheberrechte an den von L-A-D oder in ihrem Auftrag erarbeiteten Fotos / Filmen , Drehbüchern, Konzepten, Zeichnungen, Plänen und ähnliche Unterlagen verbleiben bei L-A-D,  sofern dafür kein gesondertes Honorar vereinbart worden ist. Jede Verwendung, insbesondere die Weitergabe, Vervielfältigung und Veröffentlichung bedarf der ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung seitens L-A-D.

 

18. Schlussbestimmungen

Falls mehrere Auftraggeber oder Koproduzenten als Vertragspartner des Auftraggebers, L-A-D den Auftrag für ein Film/Fotowerk erteilen, so ist bereits vor Drehbeginn schriftlich festzuhalten, welcher Auftraggeber in Vollmacht der übrigen Auftraggeber gegenüber L-A-D Erklärungen im Sinne der vorhergehenden Punkte abzugeben hat. Dies gilt insbesondere für die namentliche Bekanntmachung jener Person, die für die Abnahme des Film/Fotowerks verantwortlich zeichnet. Änderungen des Werkvertrages oder/und dieser Herstellungsbedingungen bedürfen der Schriftform. Sollte durch eine Bestimmung des Produktionsvertrages ein Punkt dieser Herstellungsbedingungen unwirksam werden, so wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Falls einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sein oder werden sollten, wird dadurch die Wirksamkeit der übrigen Bedingungen nicht berührt. In einem solchen Fall ist die unwirksame Bestimmung durch eine gültige zu ersetzten, die dem angestrebten Zweck nahe kommt. Alle Änderungen und Ergänzungen vertraglicher Vereinbarungen müssen zu Nachweiszwecken schriftlich niedergelegt werden. Kündigungen haben schriftlich zu erfolgen. Allgemeine Geschäftsbedingungen des Auftraggebers werden nicht Vertragsbestandteil.

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.

Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Rechtsstreitigkeiten ist Dinslaken.